Wenn ein Mensch mit Beschwerden in die Praxis kommt, zeigt sich selten nur das Symptom selbst. Hinter Rückenschmerzen, Migräne, Erschöpfung oder chronischen Entzündungen verbirgt sich häufig eine biographische Spur.
Der Körper speichert Erfahrungen – besonders jene, die mit starkem Stress, Überforderung, Ohnmacht oder ungelösten Konflikten verbunden waren. Situationen, in denen ein Mensch „nicht handeln konnte“, „sich verbiegen musste“ oder „sich selbst verlor“, hinterlassen Spuren im Gewebe, im Nervensystem und im Fasziennetz.
Ein Beispiel:
• Chronische Nackenverspannungen können mit langjähriger Überverantwortung einhergehen.
• Kniebeschwerden zeigen sich nicht selten in Lebensphasen, in denen Entscheidungen blockiert sind oder der eigene Weg nicht gegangen wird.
• Erschöpfungssyndrome treten häufig nach Jahrzehnten von Anpassung und innerem Druck auf.
Das bedeutet nicht, dass Beschwerden „eingebildet“ sind. Im Gegenteil. Sie sind real. Doch ihre Wurzeln reichen oft tiefer als die rein strukturelle Ebene.