Kein Symptom entsteht im luftleeren Raum. Jeder Mensch bringt eine Geschichte mit – Prägungen, Rollen, Erwartungen, Überlebensstrategien. Oft wurden diese Strategien früh im Leben gebildet, um Zugehörigkeit, Sicherheit oder Anerkennung zu sichern.
Ein Kind, das nur für Leistung Liebe bekam, entwickelt vielleicht Perfektionismus.
Ein Kind, das Konflikte vermeiden musste, wird möglicherweise harmoniebedürftig bis zur Selbstaufgabe.
Ein Kind, das früh Verantwortung übernehmen musste, wird stark – aber vielleicht nie weich.
Diese Strategien waren einst sinnvoll. Doch was in der Kindheit schützt, kann im Erwachsenenalter krank machen.
Der Körper erinnert sich an das, was der Verstand längst rationalisiert hat.