Hüftgelenksschmerzen oder Bewegungseinschränkungen

komplexes Hüftgelenk

Das sog. Kugelgelenk der Hüfte ist ausgesprochen mobil, das Auskugeln des Hüftgelenks ist praktisch unmöglich, da es durch sehr kräftige Bänder gesichert ist, die die stärksten im Körper sind. Es gibt eine Vielzahl von Muskeln, die an der Bewegung des Oberschenkels beteiligt sind, hier sei die Gesäßmuskulatur zu nennen, der Quadrizepsmuskel an der Oberschenkelvorderseite, der Oberschenkelbizeps an der Rückseite, die Adduktoren an der Schenkelinnenseite, die das Bein an den Körper heranziehen sowie der Tensor fasciae latae an der Außenseite des Oberschenkels. An der Vielzahl der Strukturen, die an der Bewegung der Hüfte beteiligt sind, wird klar, wie komplex der Vorgang ist, denn auch diese Strukturen sind wiederum mit anderen Strukturen des Körpers verbunden usw. Eine einseitige Betrachtungsweise ist daher widersinnig. Wie bei anderen Gelenksschmerzen oder Schmerzzuständen auch muss die Ursache bzw. die Ursachen gefunden werden. Häufig zeigt sich eine Beinlängendifferenz aufgrund eines Beckenschiefstandes, somit ist die Bewegung im Hüftgelenk suboptimal, d.h. Oberschenkelkopf bewegt sich nicht im richtigen Winkel in der Pfanne.

ausgerichtete Statik

Hier gilt es von Kopf bis Fuß zu untersuchen, um die statische Ausrichtung im Körper wiederherzustellen. Im Zusammenhang mit dem Hüftgelenk kann – wie bei vielen anderen Bewegungseinschränkungen auch – der Bereich der Kiefergelenke sowie der Schultergelenke behandlungsbedürftig sein, Position der Füße und Zehen und deren Muskulatur sowie vorausgegangene Traumata, instabile Sprunggelenke (etwa nach einer Operation oder Verletzung/Supinationstrauma), die Beine, die Position des Beckens und der Organe des kleinen Beckens oder des Abdomens etc. Der Muskeltest leistet hierbei wertvolle Hilfe. Die Auslöser sollten unbedingt behandelt werden, um das Hüftgelenk zu stabilisieren und zu entlasten. Je nach Zustand ist ein mehrfaches Behandeln, beispielsweise sechs Sitzungen, notwendig, um den Körper statisch auszurichten. Häufig macht es Sinn, zuhause begleitend Übungen zu machen, um den Behandlungserfolg zu unterstützen.

Eine gute Statik ist übrigens auch eine gute Prävention gegen Arthrose, dem sogenannten Knorpelverschleiß, aber auch, wenn die Diagnose bereits gestellt ist, ist das nicht das Ende der Fahnenstange. Ein Gelenk, das in sich harmonisch „sitzt“, kennt keinen Verschleiß und ist durchaus regenerationsfähig. 

Haben Sie Fragen zu Hüftschmerzen oder zum Beckenschiefstandt oder möchten Sie gerne einen Termin mit mir vereinbaren? Ich bin gerne für Sie da und freue mich auf Ihre Anfrage.