Rückenschmerzen, LWS-Syndrom oder Lumbalgie

Rückenschmerzen sind verbreitet

Das LWS-Syndrom beschreibt unspezifische Schmerzen im Bereich des unteren Rückens, der Lendenwirbelsäule. Genau wie beim HWS-Syndrom auch können die Schmerzen im Bereich der LWS chronisch oder akut sein. Das LWS-Syndrom ist sehr verbreitet, Tendenz steigend. Das LWS-Syndrom ist „ein Kind unserer Zeit“. Die Lendenwirbelsäule zeigt sich als sehr anfällig und die schmerzhaften Beschwerden schränken im täglichen Leben ein. Und das scheint auch der Sinn von Schmerz. Er ist zunächst einmal ein Signal des Körpers, den Bewegungsspielraum zu minimieren, also als Aufforderung an den Patienten zu verstehen, zur Ruhe zu kommen, damit der betreffende Bereich ungestört regenerieren kann.

LWS-Syndrom oder Lumbalgie als Begriff ist nicht sehr aussagekräftig. Es kann sich um einen „eingeklemmten Nerv“ handeln, einen blockierten Wirbel, einen Bandscheibenvorfall oder um Muskelhartspann, dann betrifft es den Schmerzbereich direkt und die umliegenden, unter Spannung stehenden myofaszialen und nervalen Strukturen sollten unbedingt ausgeglichen werden.

Herausfinden der Ursache

Zuallererst bedarf es aber fraglos einer genaueren Untersuchung. Die Körperstatik muss ausgeglichen sein, damit die Belastung auf die einzelnen Strukturen gleichmäßig verteilt ist, damit keine kompensatorischen Körperhaltungen (mehr) nötig sind. In der Regel ist es so, dass die Ursache des Problems an ganz anderer Stelle liegt. Ein erfahrener Osteopath, der sein Handwerk versteht, kann häufig bereits aufgrund der Haltung eines Patienten die Ursache/n sehen und gezielt dort ansetzen. Denn wenn der Körper nicht ausgeglichen ist, sind bestimmte Bereiche besonderem Stress ausgesetzt und entsprechend anfällig. Es kann das Becken (Beckenverwringung) betroffen sein, der Kauapparat (craniomandibuläre Dysfunktion), Füße und Sprunggelenke, Organe etc. Kommt dann nur ein kleiner physischer oder emotionaler Stress hinzu, kippt das System und Schmerz oder Bewegungseinschränkungen, Blockaden, kompensatorische Haltungen können entstehen und sind behandlungsbedürftig.

Behandlungserfolg

Osteopathische Behandlungen unterstützen den Körper, wieder in die richtige Haltung zu finden, und stabil und widerstandsfähig zu sein. Eine Behandlungsreihe von mindestens sechs Sitzungen ist sinnvoll, um den Körper von Grund auf zu stabilisieren. Meist, vor allem wenn sich körpereigene Muster (bedingt durch Stürze, Verstauchungen, Bänderrisse, Operationen etc.) bereits jahrzehntelang in den Körper „einnisten“ konnten, sollte alles angeschaut werden, um eine solide Balance und damit körperliches Wohlbefinden wiederzuerlangen.

Den Behandlungserfolg unterstützen kann ein Patient, indem er einseitige Positionen vermeidet, sich während der Arbeit bewegt oder kurze Pausen macht. Gymnastik oder andere angemessene sportliche Betätigung hilft der seelischen und körperlichen Entspannung UND Spannkraft. Gezielte Übungen für zuhause können eine Hilfe sein.

Vor einer OP sollte die Expertise eines Osteopathie zu Rate gezogen bzw. eine Behandlungsfolge in Anspruch genommen werden. Denn postoperative Probleme sollten nicht unterschätzt werden.

Gute Statik

Eine gute Statik ist übrigens auch eine gute Prävention gegen Arthrose, dem sogenannten Knorpelverschleiß, aber auch, wenn die Diagnose bereits gestellt ist, ist das nicht das Ende der Fahnenstange. Ein Gelenk, das in sich harmonisch „sitzt“, kennt keinen Verschleiß und ist durchaus regenerationsfähig.

Haben Sie Fragen zum LWS-Syndrom oder Rückenschmerzen oder möchten Sie gerne einen Termin mit mir vereinbaren? Ich bin gerne für Sie da und freue mich auf Ihre Anfrage.